Fahrerflucht-Blog Startseite

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Hallo! Mein Name ist Carsten Meinecke. Das ist mein Blog zum Thema Fahrerflucht. Ich bin Rechtsanwalt in Berlin und ich bin der Fahrerflucht-Verteidiger (= Profilname in verschiedenen Netzen).

Hier werde ich aktuelle Nachrichten zur Fahrerflucht kommentieren.

Fahrerflucht ist eine Straftat. Es drohen bis zu 3 Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe. Daneben gibt es noch ein Fahrverbot von einem bis zu drei Monaten oder das Gericht entzieht die Fahrerlaubnis und ordnet eine Sperrfrist von mindestens sechs Monaten an. Es gibt zwei oder drei Punkte im Fahreignungsregister (FAER) und es gibt Ärger mit den eigenen Versicherungen (KFZ-Haftpflicht und -Kasko sowie der Rechtsschutzversicherung). Diese müssen entweder nicht leisten oder sie können vom Täter der Fahrerflucht einen Regress verlangen. Eine Verurteilung wegen der Fahrerflucht kann wegen des Fahrverbots oder der Entziehung der Fahrerlaubnis auch Auswirkungen auf das Arbeitsverhältnis oder die Selbstständigkeit haben.

Die meisten Unfälle mit Unfallflucht sind kleine Parkplatzrempler. Häufig werden diese Unfälle gar nicht angezeigt und somit nicht von der Polizei erfasst. Jedes Jahr ermittelt die Polizei trotzdem bei rund 500.000 Unfällen wegen des Vorwurfs der Fahrerflucht. Da können dann die kleinen Rempler gravierende Folgen für den flüchtenden Unfallbeteiligten haben.

Auf den folgenden Seiten werde ich Artikel präsentieren und kommentieren, die sich mit dem Thema Unfallflucht beschäftigen. Die Leser können so einen Überblick darüber erhalten, wie die Fahrerflucht in der Presse wahrgenommen und verarbeitet wird. Da gibt es schon bei einfachen Parkplatzunfällen öffentliche Fahndungsaufrufe.

Der Täter einer Fahrerflucht bekommt in der Öffentlichkeit wenig Verständnis. Das mag daran liegen, dass jeder Opfer so einer Tat werden kann. Vergessen wird aber, dass umgekehrt auch jeder ein Täter werden kann.

Es gibt Schätzungen, nach denen die Dunkelziffer bei den Fahrerfluchten 10 x höher ist als die polizeilich erfassten Fälle. Zu den offiziellen 500.000 Unfallfluchten gesellen sich bis zu 5.000.000 nicht gemeldete Fahrerflucht-Fälle. Die vielen Opfer werden laut schreien. Die Täter dagegen sind aus verschiedenen Gründen sehr leise.

Das Ziel der Opfer ist, eine angemessene Entschädigung für den erlittenen Schaden zu erhalten. Das Ziel der Täter kann es nur sein, nicht wegen der Fahrerflucht bestraft zu werden. Würde jede Unfallflucht zu einer Verurteilung führen, wären wir nach wenigen Jahren ein Volk von Straftätern und kaum einer wäre geeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen.

Weitere Informationen zum Thema: Fahrerflucht bzw. Unfallflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort

2 Gedanken zu „Fahrerflucht-Blog Startseite“

  1. Am 23.10.15 wurde das geparkte Auto meiner Frau (Unfallort vom Moderator entfernt) angefahren.
    Schaden = Stoßstange und Kotflügel.
    Der Betreffende Unfallverursacher beging Unfallflucht.
    Jedoch rechnete er nicht mit einem beherzten Zeugen.
    Er Fotografierte das verursacher Fahrzeug mit Nummernschild und stellte die Bilder meiner Frau zur Verfügung.
    Damit haben wir am 24.10.15 bei der Polizei die Sache gemeldet. Mit Strafanzeige.
    Die Polizei suchte den betreffenden auf und stellte ihn zur Rede.
    Seine Antwort, ich bin doch nur ganz leicht an das Auto gefahren.
    Gehts noch, ich glaube ich spinne.
    Der Betreffende Unfallfahrer ist übrigens eine Frau.
    Ich hoffe nun mal das es richtig Teuer wird. Solche Dreistigkeit muss richtig weh tun.
    Morgen kommt das Auto erst mal zum Schadensgutachter.
    Weihnachten dürfte für die gute dieses Jahr gelaufen sein.

  2. Fahrerflucht ist keine Lösung – Der Verdacht des unerlaubten Entfernens vom Unfallort birgt für den Führerscheininhaber ganz erhebliche Risiken und zwar nicht nur für den Erhalt der Fahrerlaubnis sondern auch für den Geldbeutel und den Versicherungsschutz. In der täglichen Praxis hat man es in der Regel nicht mit eingedrückten Türen sondern mit allenfalls leicht zerkratzten Stoßstangen zu tun. Der Schaden wird durch den Schädiger bei Weitem unterschätzt und als Bagatelle eingeschätzt. Die Werkstatt ermittelt den Schaden dann auf zumeist auf über 1.300 EUR ein. Dies führt dann regelmäßig zum vorläufigen Entzug der Fahrerlaubnis. Fahrerflucht ist ein Massenphänomen, wie auf dieser Seite gut und völlig zutreffend dargestellt wird. Insoweit ist es sachgerecht zunächst von seinem Schweigerecht Gebrauch zu machen und anwaltlichen Rat hinzuzuziehen. Insbesondere auch dann, wenn gegen den Mandanten zunächst zur als Zeuge ermittelt werden sollte. Schnell wird aus dem Zeugen der Beschuldigte mit den weitreichenden Folgen für das persönliche und berufliche Fortkommen. Auch die Benennung des Fahrers gegenüber der eigenen Haftpflichtversicherung ist mit Risiken verbunden, weil die Polizei versuchen wird über einen Anruf bei der Haftpflichtversicherung den Fahrer des Mandantenfahrzeuges in Erfahrung zu bringen. Ob und inwieweit eine Einlassung gegenüber der eigenen Versicherung erfolgen sollte, ist eine Frage des Einzelfalles. Es drohen der Verlust des Versicherungsschutzes und Regressforderungen. Als Verteidigungsstrategie gegen den Vorwurf der Fahrerflucht sollte auch die angebliche Schadenshöhe hinterfragt werden. Oft lässt sich der Schaden an der Stoßstange durch die sogenannte Lack-Repair-Methode preisgünstig für wenige hundert Euro in standsetzen lassen. Der Schaden ist für die Sanktionsfolge ein sehr wichtiges Kriterium. Nicht selten gelingt es auch mit der eigenen Kfz-Haftpflichtversicherung möglich vertrauensvoll zusammenzuarbeiten.
    Erfreulicherweise deckt der Rechtsschutzversicherer die anfallende Rechtsanwaltsvergütung im Bereich der Unfallflucht. Im Falle der Einstellung des Verfahrens ist diese nicht berechtigt, die bevorschussten Rechtsanwaltsgebühren zurück zu verlangen.
    Alles in allem sollte der Vorwurf der Unfallflucht sehr ernst genommen werden und sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Insbesondere auch dann, wenn man sich nichts vorzuwerfen hat! Regelmäßig wird anwaltlicher Rat erst in Anspruch genommen, wenn alle Messen gesungen sind. „Ich habe mir doch nichts vorzuwerfen“ nachdem die sogenannten Fahrereigenschaft eingeräumt worden ist und die Beschuldigtenvernehmung oder die vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis droht. Die vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis gilt es unbedingt zu vermeiden, weil bis zu einer Hauptverhandlung viele Monate vergehen können. Fahrerflucht wir nach meinem Dafürhalten verhältnismäßig härter bestraft als der Vorwurf der fahrlässigen Tötung.

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